Einleitung

Einleitung und Hinweise

Einleitung

Wussten Sie, dass die meisten Deutschen nicht einmal halb so viel Vitamin D im Blut haben, wie sie brauchen? Dass die offiziellen Referenzwerte für Vitamin-D-Spiegel aus Sicht der Forschung viel zu niedrig sind? Und die Mehrheit der Deutschen nicht einmal diese erreicht?

In der medizinischen Datenbank PubMed gibt es bereits zehntausende Veröffentlichungen zu Vitamin D. Beispielsweise zeigte eine kleine Studie höchster Qualität (randomisierte, placebokontrollierte Doppelblindstudie), dass Einnahme von Vitamin D das Risiko für Influenza A signifikant um 64% senkt[1]. Denn Vitamin D ist essenziell für das Immunsystem und ein Mangel daran bedeutet, dass unser Körper ein gefundenes Fressen für Viren ist.

Das aber ist der „Normalzustand“ in der Bevölkerung und hat fatale Auswirkungen: Dadurch wird nämlich eine Vielzahl von akuten und chronischen Krankheiten begünstigt. Der Mangel an Vitamin D verschärft sich jedes Jahr ab Oktober durch den Mangel an Sonneneinstrahlung und bereitet damit der jährlichen Grippesaison den Weg.

Vitamin-D-Forscher wissen, dass Vitamin D wirkt – und zwar bei zahlreichen Krankheiten. Als zu Beginn des Jahres 2020 das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2[2] entdeckt wurde, stellte sich ihnen daher schnell die Frage, ob Vitamin D auch hierbei hilfreich sein könnte.

Die aktuell verfügbaren Studien ergeben ein klares Bild: Vitamin D wirkt bei CoViD-19[3].


[1] Urashima M, Segawa T, Okazaki M, Kurihara M, Wada Y, Ida H. Randomized trial of vitamin D supplementation to prevent seasonal influenza A in schoolchildren. Am J Clin Nutr. 2010 May;91(5):1255-60. doi: 10.3945/ajcn.2009.29094. Epub 2010 Mar 10. PMID: 20219962. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20219962/, Abruf am 07.12.2020 

[2] Sars-CoV-2  = severe acute respiratory syndrome coronavirus type 2 = Schweres akutes Atemwegssyndrom Coronavirus Typ 2

[3] CoViD-19 = corona virus desease 2019 = Coronavirus-Krankheit-2019

Hinweise

In einer akuten Krise gelten andere Regeln als sonst. Das Robert-Koch-Institut (RKI) schreibt im Epidemiologischen Steckbrief zu SARS-CoV-2 und COVID-19 in der am 06.01.2021 aktuellsten Version vom 11.12.2020 einen Absatz, der auch für dieses Buch gilt[1]:

„Einige der referenzierten Veröffentlichungen sind bisher nur als Vorab-Publikation („preprint“) verfügbar. Das heißt, sie wurden zwar schon der (Fach-) Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt, wurden aber noch nicht in einem Peer Review-Verfahren begutachtet. Da sich die Datenlage sehr rasch erweitert, kann nicht ausgeschlossen werden, dass Publikationen in der aktuellen Version […] noch nicht berücksichtigt wurden. Auch ist es möglich, dass einzelne Quellen von anderen Personen anders bewertet werden.“

Die Hauptargumentation dieses Buchs stützt sich überwiegend auf regulär veröffentlichte Studien. Sie stützt sich auf mehrere Säulen. Falls eine dieser Säulen einstürzen sollte, würde das nichts am Ergebnis ändern. Es gilt: Die Argumentation ist nicht davon abhängig, ob Vorab-Publikationen von den Forschern zurückgezogen werden.


[1] https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html;jsessionid=5D24CBA23849DEA3734509E9EF4CC512.internet051?nn=2386228, Abruf am 06.01.2021

%d Bloggern gefällt das: